MODULBESCHREIBUNG GRIECHENLAND

EDUCATION – the key for your future!                 2016-2019                                                           

Deutschland – Griechenland – Ungarn – Niederlande – Spanien – Türkei

2016-1-DE03-KA219-022827

 

 

 

ERASMUS+

“Education – The Key for your Future!”

Beschreibung des Moduls:

„Erhöhung der Lesekompetenz – Erarbeitung von verschiedenen motivierenden Techniken zur Aneignung oder Verbesserung der Fertigkeit Lesen“

Der thematische Schwerpunkt des Treffens in Athen: „Erhöhung der Lesekompetenz – Erarbeitung von verschiedenen motivierenden Techniken zur Aneignung oder Verbesserung der Fertigkeit Lesen“.

Die Fertigkeit „Lesen“ stellt die Grundlage jeglicher menschlichen Bildung dar. Defizite, die Schüler in diesem Bereich aufweisen, können auch im Zusammenhang mit dem Phänomen des vorzeitigen Schulabgangs betrachtet werden. In diesem Sinne ist es nachvollziehbar, dass die Förderung dieser Fertigkeit zu den Dauerzielen jeder Schulbildung gehören sollte.

Unser Ziel ist verschiedene motivierende Techniken zur Aneignung oder Verbesserung der in mehrfacher Hinsicht besonders relevanten Fertigkeit „Lesen“ in der Schule zu erarbeiten.  Wir wollen unseren Schülern die Gelegenheit geben sich mit den verschiedensten Textsorten und thematischen Gebieten kreativ zu beschäftigen, was natürlich ihr Lesen und Verstehen voraussetzt. Dieser zum-Lesen-motivierende Ansatz möchte den Schülern die Angst vor Texten nehmen und somit den Abstand zwischen dem Schüler-Leser und den Texten, die er tagtäglich zu bewältigen hat, verringern und dadurch dem Phänomen des Schulabbruchs entgegenzuwirken.

Projektaktivitäten bzw. Projektziele und –ergebnisse im Zusammenhang mit dem thematischen Schwerpunkt Griechenlands

Der thematische Schwerpunkt Griechenlands bezieht sich auf eine der grundlegenden Fertigkeiten, auf die die Bildung abzielt, das Lesen. Konkreter lautet der Aspekt unseres Projekts dem sich das 62. Gymnasium von Athen besonders gewidmet hat und der auch im Mittelpunkt des Treffens in Athen vom 2. bis zum 8. April 2017 stand: „Erhöhung der Lesekompetenz – Erarbeitung von verschiedenen motivierenden Techniken zur Aneignung oder Verbesserung der Fertigkeit Lesen“.

 

Unsere Schule hat schon vor dem Erasmus+Projekt mit Erfolg interne kleinere Projekte durchgeführt, die zum Ziel hatten, diese Fertigkeit der Schüler zu fördern. Die positive Ergebnisse, die dabei erzielt wurden, bewegten die Erasmu+Lehrer-Gruppe unserer Schule dazu, sich mit dieser Thematik eingehender zu befassen und im Rahmen des Austausches von guten Praktiken zwischen den Partnerschulen, Kollegen aus den Partnerländern daran teilhaben zu lassen.

 

In der vorbereitenden Phase des Treffens wurden wie geplant von allen Partnerschulen verschiedene Aspekte dieser Thematik bearbeitet. Dazu gehörten:

 

  1. Ein online-Fragebogen für 300 Schüler aus allen Partnerländern zum Thema Lesen, (Leseverhalten, Lesemotivation, Lesegewohnheiten usw.). Die Ergebnisse konnten uns einen Einblick in folgendes verschaffen: a. ob bzw. welche Ähnlichkeiten oder Unterschiede das Leseverhalten der Schüler auf internationaler Ebene aufweist. b. Inwiefern die Einschätzung der Lehrenden bezüglich Leseverhaltens usw. ihrer Schüler zutrifft. Die Ergebnisse der Umfrage wurden während des Treffens in Athen vorgestellt.

 

  1. Bewusstmachung der Mehrdeutigkeit des Begriffs „Lesen“. Was bedeutet „Ich kann lesen“? Schüler aus allen Partnerländern haben unter der Anleitung von ihren Lehrern über die Polysemie diese Aussage reflektiert und diskutiert. Anschließend wurden die Ergebnisse – ganze Sätze, Wortgruppen oder einfach Schlagwörter – zusammengetragen und auf Englisch bzw. Deutsch übersetzt und nach Athen geschickt. Die griechischen Schüler haben sich von dem Thema inspirieren lassen und Riesenwandplakate sowie Ausstellungstafeln kreiert und anschließend darauf alle Ergebnisse    Diese wurden in den Gemeinschaftsräumen der Schule ausgestellt. Somit hatten während des Treffens in Athen alle Teilnehmer die Gelegenheit das Endprodukt dieser Arbeit zu sehen.

 

  1. Zitate, Sprüche, Aphorismen (mit Autorenangabe) zum Thema Bildung bzw. Lernen bildeten eine weitere Aufgabe im Vorfeld des Athener Treffens. Die Schüler haben sich über diese (Lese)aufgabe mit Ansichten und Stellungnahmen zum Thema Bildung beschäftigt und sich für diese entschieden, die sie für repräsentativ hielten. Diese wurden ebenfalls in Deutsch und Englisch geschrieben und nach Athen geschickt. Während der Vorbereitungsphase haben die griechischen Schüler für den Schuleingang den „Baum der Erkenntnis“ des Erasmus+ Projekts  kreiert, an dem die zweisprachigen Zitate, Sprüche und Aphorismen hängen. Somit  hatten alle Treffenteilnehmer die Möglichkeit sie zu lesen.
  2. Ein wichtiger literarischer Text bzw. ein Schriftsteller oder Dichter des eigenen Landes, der (mit seinem Werk) die Weltliteratur geprägt hat, war eine weitere Aufgabe für die alle Partnerländer. Die Schüler sollten sich durch diese Aufgabe mit dem Literaturerbe des eigenen Landes befassen und seine einzelnen Bestandteile in Bezug auf ihre Relevanz auf internationaler Ebene abwägen. Durch diese Aufgabe bekamen die Schüler auch eine Verantwortung der eigenen Schule aber auch dem eigenen Land gegenüber, indem sie eine Arbeit erstellten, die in gewisser Hinsicht das Land repräsentierte. Das Endprodukt dieser Aufgabe waren Power Point Präsentationen bzw. Videos, die in Athen allen präsentiert wurden. Das eigentliche Ergebnis war, einen weiteren Weg zu finden, Schüler neugierig zu machen bzw. sie dem Lesen näher zu

 

 

Das eigentliche Thema des 62. Gymnasiums wurde intensiv während des Treffens in Athen anhand von vier Workshops bearbeitet.

Zunächst wurde beim 1. Workshop versucht den Teilnehmern die Relevanz der Alphabetisierung, d.h. der Fähigkeit der Entkodierung des Geschriebenen – als Grundlage jeglichen Lesen-Könnens und Verstehens – deutlich zu machen.

Im 2. Workshop wurde die Umwandlung  bzw. Umschreibung von Texten in Comics als alternative Methode der Annäherung von und der Arbeit mit Texten dargestellt. (Als Vorbereitung auf diesen Workshop wurde an der griechischen Schule vorher ein Workshop mit zwei bekannten griechischen Comicmachern durchgeführt. Der Workshop, an dem auch Schüler teilnahmen, war eine Art Fortbildung für unsere Kollegen, die später während der Erasmus+Woche als Multiplikatoren fungierten.)

Die Dramatisierung von Texten, als ebenfalls sehr motivierende Methode für die Arbeit mit Texten war der Gegenstand vom 3. Workshop.

Schließlich wurde im 4. Workshop  die Umsetzung von einem Text in Bewegung (sog. anweisende Texte) als eine weitere alternative Methode zur Förderung des Lesens bearbeitet.

 

Die Ziele, die das 62. Gymnasium im Rahmen seines thematischen Schwerpunkts gesetzt hatte, wurden erreicht. Davon zeugten einerseits das zwangslose und effektive Mitmachen der Schüler bei den Arbeiten im Vorfeld und ihre Endprodukte.   Andererseits ging der erfolgreiche Durchführung der Workshops, sowohl aus den Ergebnissen als auch aus der motivierten Teilnahme und dem sehr positiven Feedback der Beteiligten hervor.

Marianna Stoupa

Download (PPTX, 4.33MB)

 

 

 

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.