PROJEKTPRODUKTE

 

DEUTSCHLAND

ERASMUS-FINOWFURT-RALLYE

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PLAKATE DER SCHÜLERARBEİTEN ENGLİSCH, KLASSEN 9

FOTOAUSSTELLUNG

“SHOW RESPECT”

– Ein Workshop zum Thema Respekt während der internationalen Erasmus+-Woche in Finowfurt –

Während der internationalen Erasmus+-Woche in Finowfurt erwartete alle in der Woche unmittelbar beteiligten Schüler ein tagesfüllender Workshop zum Thema Respekt. Durch verschiedene schüleraktivierende handlungsorientierte Methoden sollten die Schüler veranlasst werden sich mit der Tragweite und Umsetzung des abstrakten Schlagwortes Respekt auseinanderzusetzen. Als Endergebnis erstellten die Schüler Standbilder und kurze Videoclips. In diesen wurden Situationen, die sich durch respektvollen bzw. respektlosen Umgang unterscheiden, gegenübergestellt.

Die Vorarbeit zum Workshop leistete jedes Teilnehmerland bereits zu Hause, wo die Schüler in Mind-Mapsihre Ideen zum Thema Respekt sammelten. Geleitet von den Ideen der Schüler wurde dann der Workshop inhaltlich vorbereitet. Der inhaltliche und methodische Fokus lag vor allem darauf die Schüler wahrnehmen zu lassen welchen Unterschied ein verantwortungs- und respektvoller Umgang miteinander macht. Zum anderen sollte die internationale Zusammenarbeit der Schüler angeregt werden, sodass sie ihre Erfahrungen bezüglich des Themas teilen können.Da sich die Plenumsphasen des Workshops unmöglich mit etwa 50 Schülern durchführen lassen, wurden zwei Gruppen à 25 Schülern gebildet.

Bevor die Schüler beginnen durften in kleineren Gruppen darstellerisch aktiv zu werden, wurden zwei Warm-Ups durchgeführt, die die Schüler miteinander vertraut machenund ein Bewusstsein für ihre Körpersprache wecken sollten. Im Warm-Up übten die Schüler in andere Rollen zu schlüpfen und arbeiteten so an ihrer Mimik und Gestik. Dies taten sie entweder individuell oder mit einem oder mehreren Partnern. Somit wurde der Übergang zu der Interaktion mit den anderen Teilnehmern hergestellt.

Nachdem die Schüler aufgewärmt waren, sollten sie in kleinen Gruppen à fünf Schülern sogenannte Standbilder oder auch frozenimageserarbeiten. Je zwei Gruppen haben dabei entweder Standbilder entwickelt, die den positiven respektvollen Umgang in bestimmten Situationen  zeigten oder das Gegenteil dessen. Nach einer 15-minütigen Vorbereitungszeit wurde das Standbild dann den anderen Gruppen präsentiert und durch Schülerfeedback evaluiert. Einigen Schülern wurde dadurch noch einmal verdeutlicht, wie wichtig die Körpersprache und die deutliche Darstellung des Settings ist. Anschließend durften die Schüler über das gelungenste Standbild abstimmen.

Nach einer längeren Pause und einem sogenannten Energizer kamen die Schüler im Plenum zusammen, um erneut zu reflektieren welchen Stellenwert Respekt in ihrem Leben hat und ebenso wo sie diesen vermissen. Es wurde deutlich, dass die Vorstellungen von einem respektvollen Umgang miteinander variieren und Schüler aus einigen Länder schon sehr sensibel und reflektiert mit diesem Thema umgehen. Alle Schüler waren bereits in Situationen, in denen sie sich mehr Respekt von anderen erwartet hätten und trotz des unterschiedlichen Bewusstseins der Schüler bzgl. des Themas, waren sich alle einig, dass sie sich in einer von Respekt geprägten Gesellschaft wohler fühlen. Diese Reflektion war ein Hauptanliegen unseres Workshops und des Ersamus+-Projekts im Gesamten. Denn es ist davon auszugehen, dass die Reflektion des Themas auch zu einer höheren Verantwortungsbereitschaft diesbezüglich beitragen kann.

Anschließend wurde die zweite große Aufgabe an die Schüler verteilt. Diesmal sollten sie in fünf verschiedenen Gruppen, deren Zusammensetzung durch Lose entstand, zusammenarbeiten. Jede Gruppe musste zwei Videos erstellen, die die gleiche Rahmensituation zeigen. Dabei sollte die Situation mit zwei verschiedenen Resultaten gezeigt werden. Der Zuschauer sollte erkennen wie unterschiedlich die Entwicklung verläuft, wenn die Interagierenden respektvoll bzw. respektlos miteinander umgehen. Bei der Konzeption der Aufgaben wurde darauf geachtet den Schülern Rahmensituationen anzubieten, die Ihnen bekannt sind und in denen sie sich sicherlich auch schon des Öfteren befanden.

 

So erstellten die Schüler kurze Videos zum Umgang in der Familie, im Straßenverkehr, in der Umwelt und mit Freunden. Entstanden sind Aufnahmen, die Situationen zeigen, wie sie sowohl Heranwachsende als auch Erwachsene kennen und sicherlich oft als Ärgernis empfinden. Beispielsweise zeigten die Videos, wie sich einige Schüler in der Pause von der lauten Musik der Mitschüler belästigt fühlen oder was passieren kann, wenn eine Schwangere in einen vollen Bus einsteigt. Der Großteil der Gruppen verdeutlichte mit den Videos, dass ein respektvoller Umgang miteinander die Würde und Zufriedenheit aller bewahrt und dass es keineswegs schwierig ist sich dementsprechend zu benehmen. Es wurde deutlich, dass die Jugendlichen sich während des Workshops über verschiedene Wege mit dem Thema Respekt beschäftigt haben und dieses Wort für sie nunmehr kein reines Abstraktum ist. Sicherlich war dies ein Anfang, um die Schüler für dieses Thema zu sensibilisieren und ihre Wahrnehmung und Umsetzung des Ganzen zu beeinflussen. Des Weiteren wurden die Videos und Standbilder auch in der Erasmus+-Abschlussveranstaltung gezeigt wodurch auch andere zur Auseinandersetzung mit dem Thema angeregt wurden. Am Ende des Workshops waren alle Schüler merklich erschöpft, aber auch stolz auf ihre Ergebnisse, die sie trotz Verständigungsschwierigkeiten und anderer Herausforderungen erreicht haben.